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Messtechnik für Arbeitsschutz und Umweltschutz im Betrieb
Was es alles gibt - was Sie beachten sollten

Messtechnik für Arbeitsschutz und Umweltschutz im Betrieb - TANDEM-Piazza informiert
Messtechnik für Arbeitsschutz und Umweltschutz im Betrieb - TANDEM-Piazza informiert

Die zuverlässige Erfassung potenzieller Gefahrenquellen bildet den Anfang jeder zielgerichteten Arbeitsschutzmaßnahme. Denn nur wenn man weiß, in welchem Maße am Arbeitsplatz Belastungen für die Gesundheit oder die Umwelt bestehen, können die richtigen Schritte zur Eindämmung von Gefahren eingeleitet werden. Damit leistet die Messtechnik für Arbeitsschutz und Umweltschutz im Betrieb einen außerordentlich hohen Beitrag, um die im Arbeitsschutzgesetz geforderte Gefährdungsbeurteilung an jedem Arbeitsplatz zu erfüllen. Mit Hilfe von professionellen Messgeräten können Arten, Quellen und Intensitäten von Belastungen punktuell oder über einen längeren zeitlichen Verlauf erfasst, gespeichert und ausgewertet werden.  

Je nach Einsatzbereich oder Art der Belastung stehen unterschiedliche Messtechniken zur Verfügung. Wir unterscheiden dabei zwischen Messgeräten für den Arbeitsschutz – die zur Erfassung von unmittelbar auf den Menschen einwirkenden Gefahren dienen – und Messgeräten für den Umweltschutz, welche eine mögliche Kontamination von Luft, Boden oder Wasser überwachen. In der Praxis können viele Messgeräte aber multifunktional verwendet werden. So helfen Messungen von Gefahrstoffen in der Luft zugleich Gefahren für den Mensch als auch für die natürliche Umwelt zu erkennen.


Eigene Messgeräte anschaffen?

Besonders in finanziell schwierigen Zeiten entscheiden sich kleine und mittlere Unternehmen oft dafür, die Gefährdungsbeurteilung durch einen externen Dienstleister durchführen zu lassen – meist nur einmalig oder in sehr großen Abständen. Doch die Anschaffung eigener Messgeräte zahlt sich nicht nur für große Betriebe nach kurzer Zeit aus. Denn die Belastungsintensität z. B. durch Luftfeuchte, Temperatur, wechselnde Lichtintensität, Lärm oder Schadstoffe in der Luft kann sich am Arbeitsplatz durch vielfältige Faktoren bedingt ständig ändern. Eine regelmäßige Überwachung von Gefahrenquellen mit Hilfe hauseigener Messtechnik minimiert damit das Risiko von Unfällen und krankheitsbedingten Arbeitsausfällen, die ein Unternehmen oft sehr viel mehr Geld kosten als die Anschaffung eines geeigneten Messgerätes. Außerdem bieten moderne Messgeräte, zum Beispiel sogenannte Datenlogger, oft die Möglichkeit zur umfangreichen Datenspeicherung und Datenanalyse, womit sich auch die Auswirkungen von getroffenen Arbeitsschutzmaßnahmen über einen längeren Zeitraum beurteilen und nachweisen lassen.  


Messgeräte für einen ergonomischen Arbeitsplatz

Lärm- und Schallpegelmesser sowie Messtechnik zur Erfassung von (Human-)Schwingung und Maschinen-Vibrationen gehören zu den wichtigsten Messgeräten bei der Arbeitsplatzanalyse. Denn Schäden an Gehör und Gelenken sind häufig irreversibel. Überprüfen Sie daher regelmäßig, ob die in der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) vorgeschriebenen maximalen Belastungen am Arbeitsplatz überschritten werden.  

Mit Klimamessgeräten werden Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftzug, Luftdruck, Sauerstoffanteil oder Staubpartikel in der Luft gemessen. Damit können zielgenaue Maßnahmen zur Verbesserung des Klimas am Arbeitsplatz getroffen werden. Auch beim Einsatz von Klimaanlagen ist eine regelmäßige Überwachung von Feuchte und Temperatur am Arbeitsplatz wichtig.  

Mit Hilfe von Lichtmessgeräten werden Beleuchtungsstärke, Beleuchtungsdichte und Strahlungstemperatur von natürlichem oder künstlichem Licht erfasst. Eine gute Beleuchtung am Arbeitsplatz steigert die Konzentrationsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter. Mit speziellen Bildschirmmessgeräten können außerdem Helligkeit, Strahlung und Reflexion von Computermonitoren gemessen und ggf. auf die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung bzw. der dazugehörigen Technischen Regeln für Arbeitsstätten angepasst werden. Strahlungsmessgeräte helfen dabei, die Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (v. a. Laserstrahlung) einzuhalten. Arbeitnehmer, die dauerhaft elektromagnetischen Feldern (EMF, Elektrosmog) ausgesetzt sind, können ebenfalls erkranken. Feldstärkemessgeräte helfen hierbei, die EU-Richtlinie zu Elektromagnetischen Feldern einzuhalten.   


Messgeräte für Gefahrstoffe

Besonders beim betrieblichen Umweltschutz, aber auch im Arbeitsschutz kommt Messtechnik für Gefahrstoffe zum Einsatz: Emissionsmessgeräte und Partikelmesser erfassen auch kleinste Mengen gesundheitsgefährlicher Stoffe, die bei Fertigungsprozessen oder im Labor entstehen können. Messgeräte für Gefahrstoffe können auch in Probenahmegeräten integriert sein. Staubmessgeräte und Gasmessungen sind zur Erkennung von Erstickungsgefahr (Kohlenmonoxid) oder von Explosionsgefahr wichtig. Labormessgeräte spüren chemische Substanzen und Verbindungen auf und können auch für den Ex-Bereich ausgewiesen sein, wenn in Laboren mit entzündlichen Gasen und Dämpfen zu rechnen ist. Messgeräte zur Analyse der Kontamination des Bodens oder von (Ab-)Wasser sind besonders beim Umgang mit Ölen, Chemikalien oder Schwermetallen dringend notwendig.  


Gefahrenquellen messen - aber richtig!

Beim Kauf eines Messgerätes ist darauf zu achten, dass ein zu großer Funktionsumfang nicht zu Lasten der Messqualität geht. Prüfplaketten von unabhängigen technischen Überprüfungsvereinen sowie Eichungszertifikate geben Hinweise auf die Qualität der Messtechnik. Neben dem Einsatz des richtigen Messgerätes ist aber auch die Methode des Messens von großer Bedeutung. Ein falscher Messabstand oder Messwinkel kann zu unbrauchbaren Ergebnissen führen. Auch die Messdauer, Messfrequenz und Messzeit sind entscheidend für brauchbare Messdaten. Achten Sie daher auch auf die Qualität der Betriebsanleitung Ihres Messgerätes! Wichtig ist auch, dass ein Verantwortlicher für Arbeitsschutz und Umweltschutz im Betrieb mit den Möglichkeiten des Messgerätes vertraut gemacht wird und dieses regelmäßig zum Einsatz bringt. Denn wenn man ein Messgerät nur im Schrank stehen lässt, verspielt man die wichtigste Grundmaßname zum erfolgreichen Arbeitsschutz und Umweltschutz im Betrieb.

Weiterführende Links:


Messung chemischer Einwirkungen (IFA)

Lärm (BG RCI)

Gefahrstoffmessung zur Überwachung von Grenzwerten (BG RCI)

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