So geht's!
Schneller die richtige Arbeitsschutz-LÖSUNG finden!

Hautreinigung und Hautschutz
Damit das Exzem keine Berufskrankheit wird

Hautschutz, Hautreinigung, Hautpflege: Schützen Sie Ihre Haut vor berufsbedingten Erkrankungen!
Hautschutz, Hautreinigung, Hautpflege: Schützen Sie Ihre Haut vor berufsbedingten Erkrankungen!

Der Hautschutz ist eine häufig vernachlässigte Sicherheitsmaßnahme am Arbeitsplatz. Erkrankungen der Haut sind in der Regel die am häufigsten gemeldeten Berufskrankheiten. Während der Arbeit ist die Haut oft unterschiedlichsten Gefahren ausgesetzt. Schmutz, Chemikalien, Schimmelpilze, UV-Strahlen oder mechanische Verletzungen können Hautreizungen, Ekzeme, Allergien oder Wunden verursachen, die bei chronischem Krankheitsverlauf nicht selten bis zur Arbeitsunfähigkeit führen. Besonders die Hände sind gefährdet. Häufige Ursachen für Hautschäden sind der Kontakt mit Lösungsmitteln, Zement, Metallen, Kühlschmierstoffen, Klebstoffen, Gummiinhaltsstoffen, Desinfektionsmitteln oder Tätigkeiten im feuchten Milieu (Feuchtarbeit). Auch wer viel im Freien arbeitet und den UV-Strahlen der Sonne ausgesetzt ist, hat ein hohes Risiko an Sonnenbrand, photoallergischen Reaktionen oder sogar Hautkrebs zu leiden. Seit 2015 kann der weiße Hautkrebs durch UV-Strahlung als Berufskrankheit anerkannt werden. UV-bedingte Hautschäden können z. B. auch durch UV-Trocknungsanlagen von Farben und Lacken, beim Schweißen oder bei der Suche nach Materialfehlern mittels UV-Licht entstehen.


Die vier Stufen des Hautschutzes

Die Technische Regel für Gefahrstoffe TRGS 401 "Gefährdung durch Hautkontakt - Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen" konkretisiert die Anforderungen der Gefahrstoffverordnung zu hautbelastenden Tätigkeiten und bietet eine praktische Hilfestellung bei der Gefährdungsbeurteilung und Umsetzung geeigneter Schutzmaßnahmen im Betrieb. Ein effektiver Hautschutz besteht aus vier Schritten:

  1. Schadstoffmessung und Gefährdungsbeurteilung
  2. Vorbeugende Schutzmaßnahmen gegen Hautschädigungen
  3. Gründliche, aber schonende Hautreinigung
  4. Nachfolgende Hautpflege


Zunächst müssen die Gefahren für die Haut erkannt und richtig beurteilt werden. Hier kommen Messgeräte z. B. für Chemikalien, Schadstoffe, Temperatur, Luftfeuchte oder Strahlungsbelastung zum Einsatz. Gefahrstoffexperten können als Dienstleister eine fundierte Gefährdungsbeurteilung erstellen. Vor der Arbeit sollte die Haut auf mögliche Gefahren vorbereitet werden. Dies kann durch Hautschutzmittel, Fettcremes, Sonnenschutzmittel, das Tragen von geeigneten Schutzhandschuhen (gegen Chemikalien, Kälte, Hitze, Schnittverletzungen usw.), durch Gesichtsschutz und UV-undurchlässige Schutzbrillen oder UV-abweisende Textilien geschehen. Gekapselte Anlagen und Schutzschirme minimieren die Strahlungsbelastung beim Schweißen und der Arbeit mit UV-Licht.

Bei der Hautreinigung sollte das passende Reinigungsmittel verwendet werden, das die Verschmutzung der Haut vollständig entfernt, ohne dabei die Haut unnötig zu belasten und auszutrocknen. Traditionelle Seifen, die Natrium- und Kaliumsalze enthalten, haben einen für die Haut ungeeigneten pH-Wert und werden heute meist durch Flüssigseifen ersetzt, die synthetische Tenside enthalten und deren pH-Wert von neutral bis schwach sauer eingestellt werden kann. Für besonders hartnäckige Stoffe wie Teer, Altöl, Metallstaub usw. benötigt man spezielle Handreinigungsmittel wie Seifensand oder extra auf den Verschmutzungstyp ausgerichtete Industriehandreinigungsmittel. Viele Reinigungsmittel enthalten oberflächenaktive Polyethylenglykol-Derivate (PEG-Verbindungen) als Rückfetter sowie Konservierungsmittel, Emulgatoren oder Duftstoffe. Bei empfindlicher Haut können diese Stoffe den Aufbau der Hautschichten stören. Personen mit trockener Haut und einer Neigung zur Dermatitis sollten sie daher meiden. Übrigens: Auch leicht handhabbare Seifen- und Handtuchspender gehören zur effektiven Hautreinigung.

Hautschädigungen durch häufiges Waschen oder aggressive Reinigungsmittel können durch die präventive und nachfolgende Verwendung von Hautschutz- und Hautpflegemitteln deutlich gemindert werden. Gute hautpflegende Cremes, Gels und Lotionen beruhigen die Haut und fördern die natürliche Regenerationsfähigkeit, Selbstreinigung und Feuchtigkeitsbalance der Hautschichten und Poren.


Das Wissen um den richtigen Hautschutz

Von großer Bedeutung ist die Aufklärung und Wissensvermittlung zum präventiven Hautschutz im Betrieb. Bei der Auswahl der richtigen Hautschutzmaßnahmen sind die Inforeihen und Publikationen des Bundesverbandes Hautschutz e.V. hilfreich. Auf der Homepage des BHV können Sie PDF-Leitfäden herunterladen und auch Fachliteratur oder Schulungs- CD-ROMs zum Thema Hautschutz bestellen. Auch Berufsgenossenschaften und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) bieten zahlreiche Informationen zum Hautschutz im Betrieb.

Schützen Sie Ihre Haut, denn sie schützt Sie!

Weiterführende Links:


Wenn der Beruf die Haut krank macht (www.hautgesund-im-beruf.de)

Was ist ein Hautschutz- und Hygieneplan und wie erstellt man ihn? (DGUV)

Haut-Portal (BGN)

Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies in Ihrem Browser platziert werden. [mehr erfahren]  OK, verstanden