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Ergonomie am Arbeitsplatz: So weit ist dieses Feld
Von MSE bis Raumklima

Ergonomie am Arbeitsplatz: Auch gesundes Heben und Tragen mit Hilfsmitteln zählt dazu
Ergonomie am Arbeitsplatz: Auch gesundes Heben und Tragen mit Hilfsmitteln zählt dazu

Nach wie vor werden die meisten Ausfalltage von Muskel und Skeletterkrankungen (MSE) verursacht. Die Arbeitsausfälle infolge dieser Erkrankungen können besonders für kleine und mittlere Unternehmen schwerwiegende wirtschaftliche Auswirkungen haben, etwa wenn Auftragstermine nicht eingehalten werden und Kunden dadurch verloren gehen. Arbeitgeber, die das Bemühen um ergonomische Arbeitsplätze leichtfertig als "überflüssigen Luxus" oder "verspieltes Design" belächeln, machen einen folgenschweren Fehler. Eine konsequente Analyse von Arbeitsplatzbelastungen und die Einführung einer ergonomischen Arbeitsumgebung können das Krankheitsrisiko deutlich reduzieren und Kosten sparen.


Gesundes Stehen, Sitzen, Heben

Die meisten chronischen Muskel- und Skeletterkrankungen sind auf eine dauerhaft schlechte Körperhaltung am Arbeitsplatz zurückzuführen. Wer viel am Schreibtisch und vor Monitoren sitzt, sollte Hilfsmittel für eine möglichst dynamische Körperhaltung verwenden. Besonders geeignet sind ergonomische Bürostühle und Stehhilfen, höhenverstellbare Arbeitstische (Steh-Sitz-Arbeitsplätze) oder Stehpulte. Hände, Arme und Schultern können zudem durch ergonomische Tastaturen, Handauflagen und Ergo-Mäuse entlastet werden. Für Menschen, die am Arbeitsplatz viel stehen müssen, etwa an Werkbänken, Tresen oder bei Montageprozessen, gibt es ergonomische Bodenmatten, die das Eigengewicht abfedern und damit Ermüdungserscheinungen der Füße, Beine und des Rückens deutlich reduzieren. Von größter Bedeutung sind auch alle Hilfsmittel zum Heben und Transportieren von Lasten im Betrieb. Hubheber, Hebezeuge, Manipulatoren und andere Hebehilfen entlasten den Rücken und beugen irreversiblen Körperschäden vor.


Unfälle vermeiden

Auch Unfälle können große Schäden für die Gesundheit der Beschäftigten und finanzieller Art für die Unternehmen verursachen. Jeder fünfte Unfall bei der Arbeit ist ein Stolper-, Rutsch-oder Sturzunfall! Mit Hilfe von Antirutschmatten, rutschsicheren Arbeitsplatzböden oder Sicherheitslaufplanken und Laufrosten können Sturzunfälle in verschmutzten und feuchten Arbeitsplatzumgebungen (Baustellen, Lager usw.) verhindert werden. Rutschfeste Beläge, selbstklebende Antirutschfolien sowie Rutschschutz-Profile auf Treppen und Trittstufen gehören ebenfalls zu diesem Bereich der Ergonomie. Die DGUV-Regel 108-003 "Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr" bestimmt, wie der Name schon sagt, wie Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit erhöhter Rutschgefahr ausgestattet sein müssen. Schmutzmatten und Schmutzfangsysteme dienen der Rückhaltung von Staub und Verschmutzungen an Übergängen zu Gebäuden, Lagern, Arbeitscontainern, Reinräumen usw. Sturzverletzungen vermeidet man auch durch den konsequenten Einsatz von Kabel- und Schlauchbrücken auf Lauf- und Transportwegen.

Stoßverletzungen lassen sich durch das Anbringen von Prallschutz an Kanten und Ecken verhindern. Ideal ist die Verwendung von rot-weißer oder gelb-schwarzer Warnmarkierung nach der Arbeitsstättenverordnung bzw. der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A1.3 "Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung".


Prima Klima im Betrieb?

Atemwegserkrankungen im Betrieb sind häufig auf ein ungünstiges Klima am Arbeitsplatz zurückzuführen. Und ja: Auch das Raumklima gehört zum Bereich "Ergonomie am Arbeitsplatz". Zu hohe, zu niedrige oder stark schwankende Temperaturen, trockene Luft oder zu hohe Luftfeuchtigkeit belasten die Atemwege und machen den Körper anfällig für Viren und Bakterien. Dauerhafter Luftzug erhöht zudem das Risiko von Muskelverspannungen oder von rheumatischen Erkrankungen. Um Gefahren in diesem Bereich zu erkennen, benötigt man professionelle Klima-Messgeräte, die es als praktische Handmessgeräte für den individuellen Einsatz oder als dauerhafte Kontrollsysteme in Lüftungs- und Klimaanlagen gibt. Aber auch Strahlungen, Lichtstärken, Schwingungen und Lärmbelastungen sollten regelmäßig gemessen werden, um gegebenenfalls ergonomische Gegenmaßnahmen am Arbeitsplatz einzuleiten.

Das Spektrum an Hilfsmitteln und Produktlösungen für einen ergonomischen Arbeitsplatz hat sich in den letzten Jahren enorm erweitert. Der Erfolg dieser Maßnahmen im Arbeitsschutz bestätigt ihre Notwendigkeit.

Weiterführende Links:


DGUV-Regel 108-003 'Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr (PDF, DGUV) (pdf-Download)

DAK-Gesundheit: Muskel-Skelett-Erkrankungen, Erkältungen und psychische Erkrankungen verursachen jeden zweiten Fehltag

Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung (BGHM)

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