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Messtechnik für Arbeitsschutz und Umweltschutz im Betrieb
Analyse von Belastungen und Gefahren am Arbeitsplatz

Messtechnik gibt es für die unterschiedlichsten Bereiche im Betrieb
Messtechnik gibt es für die unterschiedlichsten Bereiche im Betrieb

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet zu einer grundlegenden Gefährdungsbeurteilung jedes Arbeitsplatzes. Für notwendige Arbeitsschutzmaßnahmen sind zuverlässige Messwerte als Bewertungsgrundlage wichtig. Je nach Situation am Arbeitsplatz stehen hierfür vielfältige Messtechniken zur Verfügung. Man kann drei Hauptbereiche unterscheiden: Messgeräte für ergonomische Bedingungen am Arbeitsplatz, Messgeräte zur Erfassung von Gefahrstoffen sowie Messtechnik zur Überwachung von Maschinen und Arbeitsprozessen.


Messgeräte für einen ergonomischen Arbeitsplatz

Wichtige Messgeräte für die Arbeitsplatzanalyse sind Lärm- und Schallpegelmesser sowie Messgeräte für Schwingungen und Vibrationen. Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) schreibt Schwellenwerte und Maximalbelastungen vor, die mit Lärmdosimetern und Schwingungsmessern am Arbeitsplatz überprüft werden sollten. Mit Raumklimamessgeräten kontrollieren Sie Werte wie Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftzug, Luftdruck, Sauerstoffanteil oder Staubpartikel in der Luft. Auch beim Einsatz von Klimaanlagen ist eine regelmäßige Überwachung von Feuchte und Temperatur mit Klimamessgeräten wichtig. Eine gute Beleuchtung am Arbeitsplatz steigert die Konzentrationsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter. Lichtmessgeräte erfassen die Lichtstärke und Lichtdichte von natürlichem und künstlichem Licht.

Mit speziellen Bildschirmmessgeräten können Sie die Helligkeit, Strahlung und Blendung (Reflexion) von Computermonitoren messen und sie ggf. den Anforderungen der Vorschriften anpassen: Hierfür finden Sie Angaben in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), in der die Bildschirmarbeitsverordnung 2016 aufgegangen ist. Häufig sind Beschäftigte in Unternehmen elektromagnetischen Feldern (EMF, Elektrosmog) ausgesetzt, die zu Gesundheitsstörungen führen können. Feldstärkemessgeräte helfen hierbei, die Arbeitsschutzverordnung zum Schutz vor elektromagnetischen Feldern (EMFV) einzuhalten.


Messgeräte für Gefahrstoffe

Anreicherungen von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz und der betriebsnahen Umwelt können durch spezielle Messgeräte sowie Gefahrstoff-Probenahmegeräte ermittelt werden. Emissionsmessgeräte und Partikelmesser erfassen auch kleinste Mengen gesundheitsgefährlicher Stoffe, die bei Fertigungsprozessen oder im Labor entstehen können. Ein spezieller Bereich ist dabei die Gasanalyse mit Gasmessgeräten bzw. Gaswarngeräten. Gasmessungen sind zur Erkennung von Erstickungsgefahr (Kohlenmonoxyd) oder bei Explosionsgefährdung wichtig. Labormessgeräte spüren chemische Substanzen und Verbindungen auf und können auch für den Ex-Bereich ausgewiesen sein, wenn in Laboren mit entzündlichen Gasen und Dämpfen zu rechnen ist. Strahlungsmessgeräte helfen dabei, die Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung (OStrV) einzuhalten. Zur Gefahrstoffmessung zählen auch Messgeräte zur Analyse der Kontamination des Bodens mit Ölen oder Schwermetallen sowie die (Ab-)Wasseranalyse.


Messtechnik für die Überwachung von Maschinen und Arbeitsprozessen

In der Industrie benötigt man zuverlässige Messgeräte zur Überwachung von Maschinen, Anlagen und für Qualitätskontrollen in Fertigungsprozessen. Zugkraft-Messgeräte helfen dabei, das Zuglastlimit von Transport- und Hebesystemen einzuhalten. Messgeräte für Volumenstrom finden z.B. in der Emissionsüberwachung oder der Abzugsmessung von Lüftungsanlagen Verwendung, Druckmessgeräte ermitteln Grenzwerte in Leitungen oder Behältern. Sie finden oft in Kombination mit Leckwarnsystemen Anwendung, die das Entweichen von Gasen, Flüssigkeiten oder Schüttgut überwachen. Elektrik-Messgeräte (Strommesser, Widerstandsmesser) kontrollieren elektrische Anlagen. Bei der Überwachung von Maschinen kommen auch Temperaturmessgeräte zur Anwendung, jedoch haben diese oft einen anderen Erfassungsbereich (Kältemesser, Hochtemperaturmesser) als bei der Raumklimamessung.

Immer mehr setzt sich in der Arbeitswelt 4.0 die vorausschauende oder intelligente Wartung und Instandhaltung durch. Anhand von Messungen kann festgestellt werden, ob eine Maschine oder eine Anlage bald einen Fehler aufweisen wird oder ob ein Teil bald ausgetauscht werden muss. So sollen Stillstandzeiten vermieden werden.


Messen ist nicht gleich messen

Besonders flexibel sind Multifunktionsmessgeräte, die mehrere Messmethoden gleichzeitig ausführen können, z. B. in der Raumklimamessung. Jedoch ist dabei darauf zu achten, dass ein zu großer Funktionsumfang eines Messgerätes nicht zu Lasten der Messqualität geht. Hilfreich ist es, wenn Messwerte im Gerät gespeichert und zur Analyse exportiert werden können. Hierfür gibt es praktische Hilfsmittel wie Datenlogger zur Messdatenanalyse.

Prüfplaketten von unabhängigen technischen Überprüfungsvereinen sowie Eichungs-Zertifikate geben Hinweis auf die Qualität des Messgerätes. Allerdings ist zu beachten, dass die Technik des Messgerätes allein noch keine zuverlässigen Werte liefert. Mindestens genauso wichtig ist das "Wie" des Messens (Messabstand und -winkel, Messdauer, Messfrequenz usw.). Greifen Sie daher auch auf geschultes Fachpersonal oder externe Dienstleister der Arbeitsplatzanalyse zurück, um Fehlbeurteilungen zu vermeiden. Bei manchen Messungen ist es sogar Voraussetzung, dass ein Fachkundiger, der bestimmte Qualifikationen hat, sie durchführt. So macht es zum Beispiel einen riesigen Unterschied, an welcher Stelle des Raums und in welche Höhe man zum Beispiel die Temperatur misst. Hintergrundwissen in Sachen Messtechnik ist also wichtig.

Weiterführende Links:


Lärmmessungen am Arbeitsplatz (BGHM)

Freimessen (BG RCI)

Wie kann die Einhaltung von AGW durch Messungen nachgewiesen werden? (KomNet)

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